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SCHICKSALSTAGE ÖSTERREICHS

DER "HELDENPLATZ" - SKANDAL

4. November 1988

 

Der Abend des 4. November wird mit großer Spannung erwartet. Es ist die Premiere des neuen Stücks von Thomas Bernhard: „Heldenplatz“. Tatsächlich ist aber schon eine ganz eigene Posse seit Oktober auf den Gesellschaftsbühnen des Landes zu sehen. Der „Heldenplatz“ – Skandal, wie er später in die Geschichtsbücher eingehen wird.

Wir verfolgen diesmal nicht nur die Vorgänge an jenem trüben Herbsttag, sondern schauen zuvor auf die verschiedenen Haltungen, die die Medienhäuser, die Politiker und die Prominenten des Landes einnehmen. Alle in der festen Überzeugung das Stück gut zu kennen, obwohl man nur wenige Passagen vorab in den Zeitungen findet. Es ist weniger das Stück, das so skandalträchtig ist – mittlerweile gehört es längst zum Repertoire vieler großer und kleiner Theaterhäuser – als die Ereignisse im Vorfeld, die diesen Tag so wichtig machen und aufzeigen, wie sehr der „Heldenplatz“ – Skandal die Aufarbeitung von Österreichs Rolle im Nationalsozialismus befördert hat.